Home Navigationspfeil Ă–kostromwechsel lohnt nicht
Graustrom

Milliardenbetrug ohne Grenzen - SZ, 3.3.2014

Stromwechsel ist Stromhandel und verändert nicht die Energie-Monopolstruktur

Ă–kostrom legalisierter Betrug

Johannes Lackmann, Ex-Präsident des BEE: "Stadtwerke .... liefern keinen Ökostrom und auch nicht – wie behauptet – Wasserkraftstrom aus Norwegen. Es gibt derzeit keine Netzverbindung nach Norwegen ... - Energiedepesche, Bund der Energieverbraucher, Dez. 2016, S 5

'GrĂĽner Mogelstrom europaweit' - Klimaretter.Info, 7.3.2016

"Obwohl die Wasserkraft in Norwegen steht und sie ihren Strom im Gro auch nur im Norden wirklich bereitstellen können, kann man auf dem Papier diesen überall kaufen" - solarpraxis, K.H. Remmers, 2016

Studie Umweltbundesamt

Bezug von Ă–kostrom nutzt der Energiewende nicht. Strom kommt aus dem Ausland (Norwegen) - auf dem Papier- SZ, 17.3.2014

Problem Ă–kostromhandel

Treiber fĂĽr den Ausbau Erneuerbarer Energie ist das EEG und nicht der Ă–kostrommarkt. Ă–kostrom-Wechsel ist i.d.R. nur eine Papier/Bilanzgeschichte- Text

Text: Schätzungen gehen davon aus, dass jede Kilowattstunde in Deutschland sieben bis achtmal weiterverkauft wird, bevor sie beim Kunden landet. Ein seltsames Geschäft, das offenbar mehr und mehr Kriminelle anzieht. So fürchten es jedenfalls Strafverfolger in Europa.

► Die Atomstrom-Freiheit Österreichs ist ein Märchen - ee-news, 23.9.15

► Ökostrom-Fernhandel ist ein Angriff auf das EEG, schafft Betrugsmöglichkeiten. Text

► Warum der Solarförderverein SFV den Ökostromhandel ablehnt. Text

â–ş
Der Stromhandel wurde erfunden vom Energiemonopolisten RWE Text

â–ş Die Perversion - Wechsel zum Atomstromer? - Maxenergy

â–ş
Der überregionale Stromhandel geht über die Strombörse. Und die ist ohne Kontrolle. Text

E.ON, RWE und EnBW haben die Gewinne seit 2002 vervierfacht: auf über 100 Mrd. €. Text

► Positiv an Ökostromanbietern ist, dass sie Geld einsammeln für Neuanlagen, auch für Privatleute. Das ist gut; aber es handelt sich nicht um große Dimensionen. Es ist keine Alternative zu eigenen Stadtwerken, die bedeutend mehr auf die Beine stellen können, auch zu Genossenschaften.

Ă–kostromanbieter
sind in erster Linie Ökostromhändler. Sie können den Strom, den sie anbieten, nicht selbst erzeugen. Sie beziehen in der Hauptsache Wasserkraftstrom aus Österreich oder Norwegen. Die Zertifizierung der ökologischen Verträglichkeit der Wasserkraftnutzung ist derzeit jedoch außer Kontrolle, siehe Abschnitt unten.

► Aufgrund der starken Resonanz der Stromwechsel-Aufrufe der NGO's, hin zu 'sauberem' Strom, bieten neben den bekannten Ökostromanbietern auch immer mehr Stadtwerke 'Ökostrom', sprich Wasserkraftstrom aus Norwegen und Österrreich an. Aber mit zunehmendem Marktanteil an importiertem Ökostrom nimmt jedoch die Gefahr der Abschaffung des Eneuerbaren Energien Gesetzes (EEG) zu. Die dezentrale Struktur der Erneuerbaren Energien hindert die Stromwirtschaft, diese im großen Maßstab selber zu nutzen. Deshalb setzt sie auf die Abschaffung des hoch erfolgreichen EEG und auf Großprojekte wie Offshore-Windparks und DESERTEC. Ein vermehrter Import von (Öko-) Strom nach Deutschland, ein stärkerer Stromhandel über die Grenzen, ermöglicht den Energiekonzernen, eine durch das EEG gegebene Ungleichbehandlung von deutschen und nichtdeutschen Stromproduzenten von der EU-Kommission beenden zu lassen. Bisherige Vorstöße waren wegen zu geringer Handelsmengen abschlägig beschieden worden. Dazu Wolf von Fabeck vom Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. - SFV: Seite 5

► In Deutschland sollte der Stromhandel Geschichte sein. Die Einführung des EEG im Jahr 2000 mit seinen überragenden Erfolgen zeigt, dass der Ökostromhandel in Deutschland längst überholt ist. Der SFV schätzt 2008 den Anteil an Stromerzeugung durch Erneuerbare Energie-Anlagen, die durch deutsche Öko-Stromhändler enstanden sind, auf nicht mehr als 0,01% ein. Der Anteil aufgrund des EEG war 2008 etwa 11 oder 12% (heute 16 %). SFV: Seite 4

► Selbst der europäische Strommix ändert sich kaum durch unseren Stromwechsel. Norwegen und Österreich verkaufen gerne ihren Wasserkraftstrom nach Deutschland (hier bekommen sie mehr Geld für ihren Strom); sie müssen jedoch selbst Strom importieren: Artikel. Österreich bezieht viel Atomstrom von EnBW: Artikel. Die Verteilung des Vorarlberger Stroms führt EnBW/EDF aus: Artikel. In Norwegen wehren sich Umweltschützer gegen den Bau von weiteren Stauseen: Bericht Seite 8.

► Ökostrom aus dem Ausland ist in der Regel zertifiziert. Es gilt das umstrittene RECS-System, in dessen Gesellschaft das Öko-Institut eingebunden ist. RECS gefährdet das EEG. Hierzu ein Text v. Hermann Scheer in der TAZ vom Dezember 2004 sowie ein Manuskript des DRadios.

► Die ökoloische Verträglichkeit der Wasserkraftnutzung kann derzeit nicht kontrolliert werden. Nach einem Vorstands-Beschluss von EnergieVision kann das ok-Power-Label vorerst bis 2012 weitergeführt werden, um den schnell expandierenden Wasserstrommarkt nicht zu gefährden. Auch Alt-Analgen dürfen das ok-Power-Label tragen.

► Für den zunehmenden Stromhandel aus dem Ausland brauchen wir die transnationalen Stromleitungen, die im Endeffekt nur den Großkonzernen dienen, und die wir sehr teuer bezahlen müssen. Diese Stromleitungen sollen den Energiekonzernen ermöglichen, über Projekte wie Offshore und DESERTEC die Verfügung und Kontrolle über die Erneuerbaren Energien zu bekommen.

► Die Produktion von Strom und Wärme auf lokaler Ebene, im 3x380 Volt-Netz, ist am sinnvollsten. Es erspart vor allem die teure Übertragung auf höhere Spannungs-Ebenen und verdrängt den Atom- und Kohlestrom aus der Ferne.

EE_Grafik1a_300.jpg

Der Solarstrom wird ins gleiche Netz eingespeist wie der konventionelle Strom. Er mischt sich ununterscheidbar mit dem konventionellen Strom.
â–ş Da Strom aus Erneuerbaren Energien mit Vorrang eingespeist wird, mĂĽssen die konventionellen Kraftwerke ihre Produktion im gleichen MaĂźe reduzieren.
► Jeder Stromkunde erhält somit beim Kauf von (Misch-) Strom einen von Jahr zu Jahr wachsenden Anteil von Strom aus Erneuerbaren Energien.
â–ş Weil Solarstrom (noch) teurer ist als konventioneller Strom, verteuert sich der entstehende Strommix zur Zeit noch etwas.
â–ş JEDER Stromkunde bezahlt mit seiner Stromrechnung auch den entsprechenden Anteil von Solarstrom. Dieses Geld erhalten die Solaranlagenbetreiber.
â–ş Alle Stromkunden beteiligen sich somit am Aufbau der Erneuerbaren Energien, bis der Strommix zu 100% aus den Erneuerbaren Energien besteht.

EE_Grafik2a_400.jpg

â–ş Ă–kostromkunden erhalten denselben Strommix wie alle ĂĽbrigen Stromkunden. Aber es wird ihnen zugesagt, dass ihr Geld an die Betreiber von Anlagen der Eneuerbaren Energien flieĂźt.

â–ş Da Ă–kostrom und konventioneller Strom nicht unterscheidbar sind, kann den Ă–kostromkunden konventioneller Strom mit dem falschen Etikett "Ă–kostrom" untergeschoben werden.